Message Queuing (MSMQ) ist eine Messaging-Infrastruktur und ein Entwicklungstool, um verteilte Messaging-Anwendungen für Microsoft® Windows®-Betriebssysteme zu erstellen. Für Message Queuing entwickelte Anwendungen senden Nachrichten an Warteschlangen. Dabei handelt es sich um temporäre Speicherorte, von denen Nachrichten an ihre endgültigen Bestimmungsorte weitergeleitet werden, sobald die Umstände es erlauben. Solche Anwendungen können über heterogene Netzwerke hinweg kommunizieren und Nachrichten zwischen Computern senden, die zeitweilig nicht miteinander in Verbindung treten können. Message Queuing bietet die folgenden Vorteile:
| • | Garantierte Nachrichtenzustellung |
| • | Effizientes Routing |
| • | Verbesserte Sicherheit |
| • | Unterstützung für das Senden von Nachrichten innerhalb von Transaktionen |
| • | Nachrichtenübermittlung aufgrund von Prioritäten |
Softwareprodukte mit diesen Merkmalen werden in der Branche häufig mit den folgenden Bezeichnungen belegt:
| • | Message Queuing-Software |
| • | Store-and-forward-Software (Speichern und Weiterleiten) |
| • | Nachrichtenorientierte Middleware |
Mithilfe von Message Queuing können Endbenutzer über Netzwerke und Computer hinweg kommunizieren, unabhängig davon, welchen Status das Netzwerk und die Computer zurzeit aufweisen. Die Computer können sogar offline sein. Mit Message Queuing können Systemadministratoren große, komplexe Netzwerke aus Computern und Nachrichtenwarteschlangen effizient verwalten.
Message Queuing ist standardmäßig nicht installiert. Sie können es über Programme in der Systemsteuerung installieren. Nachdem Message Queuing installiert ist, können Sie es mit dem MMC-Snap-In (Microsoft Management Console) Computerverwaltung verwalten. Um die Computerverwaltung zu öffnen, klicken Sie auf Start, klicken mit der rechten Maustaste auf Computer und klicken dann auf Verwalten.
Hilfe zum Message Queuing finden Sie im Hilfe-Menü des Snap-Ins oder unter Windows Vista: Ressourcen für IT-Fachleute (möglicherweise in englischer Sprache).
Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen und das SDK sind Add-On-Komponenten für das Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen (Subsystem for UNIX-based Applications, SUA). SUA ist ein quellkompatibles Subsystem zum Kompilieren und Ausführen benutzerdefinierter UNIX-basierter Anwendungen auf einem Computer, auf dem eines der folgenden Windows-Betriebssysteme ausgeführt wird:
| • | Windows Server 2003 R2 |
| • | Windows Vista Enterprise Edition |
| • | Windows Vista Ultimate Edition |
Da SUA ein Betriebssystem für POSIX-Prozesse (Portable Operating System Interface for UNIX) zur Verfügung stellt, können die Administratoren ihre Anwendungen in SUA kompilieren und ausführen und müssen hierzu nur kleine oder keinerlei Änderungen an ihrem ursprünglichen Quellcode vornehmen.
SUA unterstützt auch die Unterscheidung von Groß-/Kleinschreibung bei Dateinamen, Auftragssteuerung, Tools zum Kompilieren und die Verwendung von über 300 UNIX-Befehlen, Dienstprogrammen und Shellskripts. Der Webdownload enthält viele SVR-5-Dienstprogramme und ein Software Development Kit (SDK) zum Erstellen oder Portieren von Anwendungen für die Ausführung unter SUA. Administratoren können auch viele UNIX/Linux-Dienstprogramme portieren oder herunterladen, um sie unter SUA auszuführen. Dadurch können UNIX-Administratoren vorhandene Fähigkeiten und sogar Skripts weiterverwenden, um Anwendungen, Sicherheitsberechtigungen und Benutzerkennwörter zu verwalten.