Nachdem Sie auf Windows Vista aktualisiert haben, fragen Sie sich anfangs möglicherweise, wo sich einige Ihrer Lieblingsfeatures befinden und wie Sie die Aufgaben ausführen können, die Sie von Windows XP kennen. Viele Features wurden in Windows Vista verbessert und einige vorhandene Programme haben bezeichnendere Namen erhalten, um ihre Funktionsweise zu verdeutlichen. Einige Funktionalitäten wurden verschoben, sodass sie für Sie einfacher zu verwenden sind.
Wenn Sie an Windows XP gewöhnt sind, wird dieser Artikel Ihnen dabei helfen, den Wechsel zu Windows Vista zu erleichtern.
Neuigkeiten im Startmenü
Die Informationen im Startmenü werden auf effizientere Weise verwaltet als in Windows XP. Ihnen steht eine verbesserte Programmliste und ein neues Suchfeature zur Verfügung, das bereits nach Eingeben der ersten Buchstaben die gewünschten Programme, Ordner oder Dateien anzeigt. Über das Startmenü können Sie wie gewohnt den Computer an- oder ausschalten. Es sind jedoch neue Schaltflächen zum Sperren des Computers oder zum Versetzen in den Standbymodus (Energiesparmodus genannt) hinzugekommen.
Wenn Sie im Startmenü auf die Schaltfläche "Netzschalter" klicken, werden Ihre Arbeitsdateien und Programme im aktuellen Zustand von Windows gespeichert. Der Computer wird dann in den Energiesparmodus versetzt.
Das Startmenü bietet außerdem eine neue Schaltfläche Sperren. Sperren Sie den Computer, um auf einfache Weise die Verwendung Ihrer Dateien und Programme durch eine andere Person zu verhindern, während Sie beispielsweise eine Pause machen. (Jeder Benutzer mit eigenem Benutzerkonto auf dem Computer kann sich jederzeit am eigenen Konto anmelden.)
Durch Klicken auf den Pfeil neben der Schaltfläche Sperren wird ein Menü geöffnet, dass die Optionen Anmelden und Herunterfahren anzeigt. Diese Optionen befinden sich zusätzlich zu weiteren fünf Befehlen im Startmenü von Windows XP, die vorher nicht im Startmenü angezeigt wurden.
Die Schaltflächen "Netzschalter" und "Sperren" befinden sich im Startmenü. Durch Klicken auf den Pfeil neben der Schaltfläche "Sperren" wird ein Menü angezeigt, das bis zu sieben verschiedene Optionen beinhaltet, einschließlich "Sperren".
In der folgenden Tabelle werden die Optionen des Menüs Sperren beschrieben:
Menüoptionen
Zweck
Benutzer wechseln
Aktiviert die schnelle Benutzerumschaltung. Dies ist der schnellste Weg, um zwischen Benutzern auf einem Computer wechseln zu können, ohne zuerst Programme und Dateien schließen zu müssen. Dadurch können Sie Ihren Computer auf einfache Weise mit anderen Benutzern gemeinsam nutzen.
Abmelden
Schließt alle Dateien und Programme und meldet Sie von Windows ab, ohne den Computer abzuschalten.
Sperren
Sperrt den Computer, ohne dass Sie sich abmelden müssen. Dies verhindert, dass eine andere Person Ihre Dateien und Programme verwendet, während Sie sich vom Computer entfernen.
Neustart
Schließt alle Dateien und Programme, schaltet den Computer ab und startet ihn dann neu.
Standbymodus
Alle geöffneten Dokumente und Programme werden gespeichert. Der Computer wird in den Standbymodus versetzt, allerdings kann er den Betrieb unter voller Leistung schnell wieder aufnehmen (normalerweise innerhalb weniger Sekunden), wenn Sie weiterarbeiten möchten. Der Standbymodus ersetzt die Standbyoption in Windows XP.
Ruhezustand
Der Computer wird in einen Energiesparzustand versetzt. Ihre Arbeit wird jedoch auf der Festplatte gespeichert, sodass Sie den Computer unbesorgt ausschalten können. Der Ruhezustand ist eine neue Option in Windows Vista.
Herunterfahren
Schaltet den Computer aus. Verwenden Sie diese Option nur, wenn Sie den Strom ausschalten müssen, beispielsweise zum Einbau zusätzlichen Speichers oder um den Computer mehrere Tage lang nicht zu verwenden.
HinweisAbhänging davon, welchen Computertyp Sie verwenden und welcher Energiesparstatus unterstützt wird, sind der Ruhezustand und der Standbymodus möglicherweise nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Weshalb ist der Standbymodus nicht verfügbar?.
Die Drucker- und Faxoptionen befinden sich nicht mehr im Startmenü, wie es in Windows XP der Fall war. Klicken Sie auf Drucker in der Systemsteuerung, um einen Drucker einzurichten.
Öffnen Sie Drucker, indem Sie auf die Schaltfläche Start klicken, auf Systemsteuerung klicken, auf Hardware und Sound klicken, und dann auf Drucker klicken.
Wo befindet sich der Befehl "Ausführen"?
Der Befehl Ausführen ist immer noch verfügbar, wenn Sie ihn lieber anstatt des Suchfelds verwenden möchten. Sie können Programme, Dateien und Ordner öffnen, indem Sie die Namen oder Speicherorte in das Suchfeld oder im Dialogfeld Ausführen eingeben.
Um das Dialogfeld Ausführen zu öffnen, klicken Sie auf die Schaltfläche Start, , klicken Sie auf Alle Programme, klicken Sie dann auf Zubehör, und klicken Sie anschließend auf Ausführen.
Mithilfe der verbesserten Suchfeatures in Windows Vista können Sie von unterschiedlichen Orten aus suchen, einschließlich dem Startmenü, der Systemsteuerung und jedem Ordner. Unabhängig vom Suchort können Sie auch nach Dateien suchen, die sich an einem anderem Speicherort befinden.
Das Suchfeld im Startmenü ist einer der einfachsten Wege, Dateien auf dem Computer zu finden. Öffnen Sie einfach das Startmenü, um dann mit der Sucheingabe zu beginnen. Sie müssen nicht zuerst in das Feld klicken. Die Suchergebnisse werden bereits während der Eingabe im Suchfeld im linken Bereich des Startmenüs angezeigt.
Die Suchfunktion im Startmenü durchsucht alle Programme und alle Ordner im persönlichen Ordner (einschließlich Dokumente, Bilder, Musik, Desktop und andere gängige Speicherorte). Zudem werden auch E-Mail-Nachrichten, gespeicherte Sofortnachrichten, Termine und Kontakte durchsucht. Diese Suchfunktion führt die gleichen Aufgaben wie der Befehl Ausführen aus, und bietet einen schnellen Weg zum Öffnen von Programmen, Dateien, Ordnern und, sofern Sie mit dem Internet verbunden sind, Websites.
Das Suchfeld in einem Ordner sucht standardmäßig innerhalb des aktuellen Speicherorts, Sie können die Suche jedoch auf zusätzliche Orte erweitern.
Sie können in der Systemsteuerung immer noch die gleichen Änderungen vornehmen wie in Windows XP. Außerdem gibt es einige neue Optionen. Wenn Sie die Systemsteuerung öffnen, werden zehn Kategorien angezeigt. Die häufigsten Aufgaben, wie z. B. das Deinstallieren eines Programms oder das Ändern des Desktophintergrunds, sind unter jeder Kategorie in der Systemsteuerung für einen schnellen Zugriff aufgelistet. Klicken Sie auf eine beliebige Kategorie, um andere, seltenere Aufgaben anzuzeigen, die Sie in der Systemsteuerung ausführen können. Die Anzahl der Elemente in der Windows Vista-Systemsteuerung ist mehr als doppelt so hoch wie in der Windows XP-Systemsteuerung. Dadurch können Sie den Computer und die Einstellungen leichter steuern.
Die Systemsteuerung ist nun durchsuchbar, um diese Einstellungen leichter zu finden. Wenn Sie den Namen oder die Kategorie des gewünschten Elements in der Systemsteuerung nicht wissen, können Sie danach suchen, indem Sie einen ähnlichen Suchbegriff in das Feld Suchen eingeben. Wenn Sie beispielsweise etwas am Monitor ändern möchten, geben Sie Monitor im Suchfeld der Systemsteuerung ein. Wenn Sie den Sound am Computer ändern möchten, dann geben Sie Sound ein. Das Suchergebnis zeigt den richtigen Ort an, um diese Einstellungen anzupassen.
Beginnen Sie mit der Eingabe im Suchfeld, um die Kategorien in der Systemsteuerung einzugrenzen und um den gewünschten Ort zu finden.
Wo befinden sich die Ordner, die "Eigene" im Namen hatten?
In Windows Vista wurde “Eigene”, der als Teil vieler Ordnernamen verwendet wurde, verworfen. Der Ordner Eigene Dokumente beispielsweise in Windows XP heißt nun einfach Dokumente in Windows Vista. Eigene Bilder und Eigene Musik heißen nun einfach Bilder und Musik.
Sie können alles über diese Ordner und mehr im Persönlichen Ordner finden. Anstatt dass Sie nach den Ordnern Bilder, Musik, Dokumente, Videos und anderen Schlüsselordnern suchen, öffnen Sie nur den Persönlichen Ordner, und Sie sehen alle. Der persönliche Ordner wird im Startmenü angezeigt, und zeigt den Namen an, den Sie zum Anmelden am Computer verwenden. Klicken Sie auf die Schaltfläche Start, und klicken Sie dann auf den Namen des Benutzerkontos oben im Startmenü, um den persönlichen Ordner zu öffnen. Dies ist der bequemste Weg, um auf die häufig verwendeten Speicherorte auf dem Computer zuzugreifen.
Die Menüleiste, die in Windows XP angezeigt wurde, ist standardmäßig in Windows Vista ausgeblendet. Möglicherweise benötigen Sie die Windows XP-Menüstile nicht, da fast jeder Menübefehl in Windows Vista verfügbar ist, genau so wie eine Symbolleistenschaltfläche oder eine Rechtsklickoption. Wenn eine gewünschte Option auf der Symbolleiste nicht angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste, um zusätzliche Optionen anzuzeigen.
Drücken Sie die ALT-TASTE, um die Menüleiste in einem beliebigen Programm oder Fenster ein- oder auszublenden.
Drücken Sie die ALT-TASTE, um die Menüleiste ein- oder auszublenden.
Alle Funktionalitäten von Windows XP stehen Ihnen weiterhin zur Verfügung, jetzt werden Ihnen jedoch noch mehr bereitgestellt. Einige der häufig genutzten Windows-Programme wurden umbenannt und verbessert. Die folgende Tabelle zeigt die neuen Programmnamen neben den bisherigen Windows XP-Namen.
Windows XP-Programm
Windows Vista-Programm
Windows Bild- und Faxanzeige
Windows-Fotogalerie
Die neue Windows-Fotogalerie vereinfacht die Organisation von großen Sammlungen digitaler Fotos, das Durchsuchen dieser Sammlungen und die Fotokennzeichnung mithilfe von Tags für den einfachen Abruf. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit digitalen Bildern.
Windows-Adressbuch
Windows-Kontakte
Die Windows-Kontakte verfügen über sämtliche Features des alten Windows-Adressbuchs und bieten darüber hinaus noch einige neue Features auf, wie z. B. die Möglichkeit, den Kontakten Bilder hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Kontakten.
Outlook Express
Windows Mail
Windows Mail verfügt über die benötigten Tools, um eine E-Mail mit Freunden oder Kollegen auszutauschen, während Outlook Express in Bezug auf Setup und Junk-E-Mail-Filter verbessert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit Windows Mail.
Faxkonsole
Windows-Fax und -Scan
Mithilfe der gleichen und leicht zu bedienenden Benutzeroberfläche von Windows-Fax und -Scan können Sie den Computer zum Faxen und Scannen von Dokumenten und Bildern verwenden, Faxdeckblätter erstellen und gescannte Dokumente und Bilder als Fax oder E-Mail-Anhang versenden.
Windows-Fax und -Scan ist nur in Windows Vista Business, Windows Vista Enterprise und Windows Vista Ultimate enthalten.
NetMeeting
Windows-Teamarbeit
Mit dem neuen Feature von Windows-Teamarbeit in Windows Vista haben Sie die Möglichkeit, mit anderen Personen online zusammenzuarbeiten. Außerdem können Sie Dokumente, Programme und sogar den Windows-Desktop freigeben.
Ein Ordner, der die von Ihnen am häufigsten verwendeten Ordner enthält (wie z. B. , , , , und andere für Ihr Benutzerkonto spezifische Ordner). Der persönliche Ordner erhält den Namen, den Sie zum Anmelden an Ihrem Computer verwenden und befindet sich ganz oben im Startmenü.
Tag
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Tag
Eine benutzerdefinierte Dateieigenschaft, die Sie zum Auffinden und Strukturieren von Dateien erstellen.
Festplatte
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Festplatte
Das Hauptspeichergerät in einem Computer. Wird auch als Festplattenlaufwerk bezeichnet. In der Regel werden hier Ihre Dateien und Programme gespeichert.
Benutzerkonto
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Benutzerkonto
Eine Sammlung von Informationen, die Windows mitteilt, über welche Benutzerrechte und Zugriffsberechtigungen ein Benutzer auf einem Computer verfügt. Das Benutzerkonto zeichnet den Benutzernamen, das Kennwort und eine eindeutige Zahl auf, die dieses Konto identifiziert.
Speicherort
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Speicherort
Jedes Datenträgerlaufwerk, jeder Ordner oder jedes sonstige Verzeichnis, in dem Sie Dateien und Ordner speichern können. Sie werden von Programmen häufig aufgefordert, einen Speicherort für eine Datei auszuwählen.
Desktop
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Desktop
Der Arbeitsbereich auf einem Computerbildschirm, der der Oberfläche eines Schreibtischs nachgebildet ist. Sie können Symbole auf dem Desktop anordnen, z. B. Papierkorb und Verknüpfungen mit Programmen, Dateien, Ordnern und verschiedenen Dokumenttypen, so wie Sie auch echte Objekte auf einem Schreibtisch anordnen würden.